Wut über Felssturz im Val Vigezzo

Ein weiteres Mal hat ein Felssturz (siehe Beitrag Blick) am Ostersonntag auf der Verbindungsstrasse zwischen Locarno und Domodossola zwei Todesopfer gefordert. Die italienischen Behörden unternehmen nach Meinung wütender Anwohner zu wenig, um die italienische Seite der Strasse zu sichern. Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Weilers Meis, unweit der Schweizer Grenze. Betroffen war ein Ehepaar aus der Schweiz.

Täglich benutzen über 1500 italienische Grenzgänger (frontalieri) diese Strecke zu ihrem Arbeitsplatz im Locarnese. In den Social Media tobt sich nun der Ärger der Betroffenen aus. Da auch die Zugsverbindung mit der „Centovallina“ bis auf weiteres unterbrochen ist, bleibt den Grenzgängern nur der weite Umweg von Malesco über das Valle Cannobino.

Bereits einmal hatten sich die Bürgermeister der Region zusammengeschlossen und einen Anschluss an den Kanton Tessin gefordert, nachdem die Regierung in Rom monierte, sie hätten nicht gewusst, dass dieses Tal noch zu Italien gehöre. Auch damals ging es um die zögerliche Bereitsstellung von Geldern für dringend notwendige Sicherungsmassnahmen dieser Strasse.

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